Geschäftsbericht 2011

Beate Uhse AG veröffentlicht Geschäftsbericht 2011

BRestrukturierung 2011 stringent fortgeführt – 2012 positives Konzernergebnis erwartet

• positives EBITDA 3,3 Mio. € (EBIT 2011 mit -5,2 Mio. € im Prognosekorridor)

• Verschuldung um 34 Prozent um 13,5 Mio. € gesenkt

• Neuausrichtung: Versandhandel schafft Turnaround und erwirtschaftet positiven Ergebnisbeitrag

• 2012 positives Konzernergebnis von bis zu 2,0 Mio. €


Flensburg, 30. April 2012. Die Beate Uhse Unternehmensgruppe hat ihr Ergebnis deutlich verbessert und schließt das abgelaufene Jahr planmäßig mit einem positiven EBITDA von 3,3 Millionen Euro und einem um 91 Prozent verbesserten EBIT von -5,2 Milli-onen Euro (2010: -58,1 Mio. €) ab. Der Umsatz lag zugunsten der Rentabilität 2011 mit 149 Millionen Euro rund 24 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für 2012 wird mit einem Konzernergebnis von 0,0 bis 2,0 Millionen Euro gerechnet.

Das 2010 begonnene Restrukturierungsprogramm des gesamten Beate Uhse Konzerns wurde zügig und konsequent vorangetrieben. In der Folge verbesserte sich die Rentabilität in allen Vertriebswegen deutlich. Serge van der Hooft, CEO der Beate Uhse AG, zieht eine zufriedene Bilanz: „Die Entwicklung des letzten Jahres bestätigt uns in unseren Entscheidungen. Dazu zählen die Neuausrichtung des Versandhandels, die starke Verringerung der Vertriebskosten durch die Fokussierung auf den Bereich e-Commerce und die deutliche Verbesserung des Warenmanagements mit einer Senkung des Vorratsvermögens um 12,4 Millionen Euro. Wir gehen davon aus, dass der Beate Uhse Konzern sich wieder deutlich in die Gewinnzone vorarbeiten wird – wir sind auf dem Weg in die Zukunft.“

Deutliche Entschuldung in 2011
Das Kreditvolumen konnte seit Anfang 2011 um 13,5 Millionen auf 23,7 Millionen Euro (31.03.2012) signifikant abgebaut werden. Dies entspricht einer Reduzierung von 34 Prozent. Per September 2006 hatte die Verschuldung noch 91,7 Millionen Euro betragen. Im Berichtszeitraum neu abgeschlossene Finanzierungsvereinbarungen sichern eine solide Finanzierung für die kommenden Jahre sowie eine größere Unabhängigkeit von Banken.

Aufstrebende Entwicklung des B2C Bereichs – Versandhandel erwirtschaftet positives Ergebnis
Die Vertriebssparten Versand, Einzelhandel und Entertainment entwickelten sich positiv. Insbesondere der Versandhandel schaffte den Turnaround und erwirtschaftete einen Gewinn vor Steuern und Zinsen von 3,6 Millionen (2010: -9,7 Mio. Euro). Mehr als zwei Drittel der Umsätze (67,2%) wurden im Online-Handel erzielt (2010: 49,0%), was entscheidend zur Rentabilitätsverbesserung beigetragen hat.

Auch der Einzelhandel konnte sein operatives Ergebnis (EBIT) deutlich verbessern und seine Vorjahresverluste um 82,7 Prozent auf 1,9 Millionen Euro reduzieren. 2011 wurden 22 Filialen geschlossen, die nicht den strengen Rentabilitätskriterien entsprachen. Die Reorganisation des Filialnetzes ist damit aus heutiger Sicht weitestgehend abgeschlossen. Der Umsatzrückgang um 17,0 Prozent auf 47,5 Millionen ist beeinflusst durch das dünnere Filialnetz.

Der Entertainment-Bereich schrieb weiterhin ein positives Ergebnis und konnte sein EBIT auf 1,3 Millionen Euro verbessern (2010: 0,2 Mio. Euro). Die Umsätze fielen dabei auf 9,2 Millionen Euro (2010: 10,6 Mio. Euro) zurück. Das schwierige Marktumfeld mit Gratis-Angeboten im Internet erschwerte die Vermarktung von hochwerti-gem Online-Content. Die Fokussierung auf rentable Online-Angebote und gezielte Kostenreduzierungen sind auch hier Basis für Profitabilität.

Großhandel: Zentralisierung und Schaffen weiteren Wachstumspotentials
Der Großhandel stand weiterhin unter dem Druck der schwierigen Marktlage, in der besonders das DVD-Geschäft immer weiter an Bedeutung verliert. Dem entgegen schuf der Großhandel 2011 neue Wachstumspotentiale durch die Exklusivvermarktung führender Erotikmarken außerhalb des Filmbereichs. Durch die Zentralisierung aller Großhandelsaktivitäten am Standort Almere wurde die Logistikeffizienz nachhaltig gesteigert. Das Projekt zur Optimierung der Warenströme wurde Ende 2011 erfolgreich abgeschlossen. In diesem Umfeld sanken die Umsätze 2011 um 28,0 Prozent auf 29,5 Millionen Euro. Durch die erfolgreiche Prozessoptimierung und Neu-Vermarktungen konnten die Verluste (EBIT) im Berichtszeitraum dennoch um 83,3 Prozent auf -3,5 Millionen Euro (2010: -21,2 Mio. Euro) abgebaut werden.

2012 positives Konzernergebnis angestrebt
Für das Jahr 2012 geht der Beate Uhse Konzern von einem Umsatz zwischen 142,0 und 147,0 Millionen Euro aus (2011: 149,0 Mio. Euro). Auf Basis der 2010 und 2011 eingeleiteten Maßnahmen wird der Konzern in die Gewinnzone zurückkehren. Für das Geschäftsjahr 2012 wird ein operatives Ergebnis von 0,0 bis 2,0 Millionen erwartet.
Die Reorganisation des Konzerns wird 2012 und 2013 zur weiteren Stabilisierung der Geschäftsfelder und kontinuierlichen Erhöhung der Effizienz genutzt.


Der Geschäftsbericht 2011 steht unter www.beate-uhse.ag zur Verfügung.

Über die Beate Uhse AG
Das Unternehmen Beate Uhse, dem die Firmengründerin ihren Namen gab, wurde 1946 gegründet. Heute ist die Firma europaweit mit 816 Mitarbeitern in zwölf Län-dern aktiv und erzielte 2011 einen Umsatz von 149,0 Mio. Euro. Seit Mai 1999 ist Beate Uhse (XETRA:USE.DE) im Prime Standard an der Frankfurter Börse gelistet. Im B2C Geschäft ist Beate Uhse mit 151 Shops in neun Ländern, Katalog- und e-Commerce sowie einem medialen Entertainment-Programm präsent. Die Großhandelsgruppe ScalaPlayhouse ist mit weltweiten Exporten in über 60 Ländern Marktführer im B2B-Geschäft. Mit Beate Uhse, Pabo und Adam et Eve und Christine le Duc ist das Unternehmen im Besitz der bekanntesten Marken der Erotikbranche. Daneben gehören ToyJoy, Besired, BLove und Geisha zum europaweit erfolgreichen Produktportfolio.


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